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Geschrieben von: Administrator
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Mittwoch, den 23. September 2009 um 20:50 Uhr |
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Unser Gewässerwart informiert:
Die Landeshauptstadt beabsichtigt an der Döhrener Wolle ein neues Wasserkraftwerk zu bauen. Da das Wehr im jetzigen Zustand absolut durchlässig ist für Wanderfischarten und Aale würde der Bau eine Verschlechterung bedeuten. Auch die Funktion des Umgehungsgewässers ist nicht mehr gegeben. Es ist schon sehr wunderlich das ein Grüner Politiker wie Herr Mönninghoff den Bau eines Wasserkraftwerks unterstützt, wo mittlerweile Wasserkraft bei den Umweltverbänden wie BUND und NABU sehr kritisch gesehen wird, und diese sich Forderungen anschließen, bestehende Anlagen zurück zu bauen.
Der Bereich Döhrener Wolle ist ökologisch sehr wertvoll für Fische und Vögel, die dort vorhandenen Kiesbänke mit ihrem Lückensystem sind Hauplaichplätze für Kieslaicher. Davon profitiert auch der Eisvogel, die Wasseramsel oder der Zwergtaucher. Dies alles wird bei einer Restwassermenge von 3,5 m³ pro Sekunde dort nicht mehr möglich sein, zurzeit laüft alles Wasser über das Wehr und das sind ca. 40-50 m³. Wir meinen auch dass hier ein Verstoß gegen die Wasserrahmenrichtlinien gegeben ist, denn nach diesen Richtlinien darf keine Verschlechterung eintreten und dies ist hier der Fall den es gibt kein Wasserkraftwerk welches nicht Fische tötet. Wir werden jedenfalls alles tun um den Bau des Wasserkraftwerks zu verhindern, hoffen hier auch auf die Mithilfe der anderen Naturschutzverbände. Und wenn dann keine Argumente mehr überzeugen können, ist auch über eine Klage nachzudenken. Sie aber können auch mithelfen, sensibilisieren Sie ihre Politiker vor Ort, fragen Sie wie die Parteien zur Wasserkraftnutzung stehen und machen sich ein Bild über deren Meinung. Erschreckend für mich war die Aussage einiger Teilnehmer bei der Anhörung zur Wasserkraftanlage, ist man dagegen dann befürwortet man die Atomkraft. Ich bin kein Anhänger der Atomkraft, aber schreie auch nicht gleich Hurra wenn alternative Energieträger genutzt werden. Mit mir ist sehr wohl über Fotovoltaik oder Windkraft zu reden, und beim ersten bin ich ohne Einschränkung dafür.
Aber bei Biogasanlagen oder gar Wasserkraftanlagen hört meine Unterstützung auf und ich hinterfrage einmal diese Energieproduzenten nach ihren negativen Auswirkungen auf die Natur, Umwelt und Menschen.
Heinz Pyka
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