Nun aber zu meinem Fangbericht: Also Immensen - So gegen 15:00 war ich da -Regen. Ersteinmal hab ich das altbekannte Prozedere durchgezogen: Oft werfen nix passiert. Als ich dann aber zu den Inseln gegangen bin, ging es plötzlich los: Eine Forelle sprang drei Mal hintereinander aus dem Wasser! Und meine Fliege gleich hinterher. Es war die bunte, die ich in Döhren gefunden habe. Nach ein paar weiteren Würfen - hat es plötzlich gezupft!!! Nur kurz, aber deutlich. Mein erster Fehlbiss mit der Fliegenrute! Das war schon ein gutes Gefühl. Mit deutlich gesteigerter Spannung warf ich weiter. Ein, zwei, drei Mal. Und was merke ich? Die Fliege ist ab:(
Nach kurzer Suche wollte ich schon zum Auto gehen und eine andere dranbinden, da hängt sie genau vor mir im Gras!:) Also wieder drangebunden, nach einer kurzen Pause im Auto - Es war auch ein bescheidenes Wetter.
Frisch gestärkt wieder ans Werk! Erster Wurf - an die gleiche Stelle wie zuvor der Biss - und Biss! Naja, Fehlbiss(2)... Dann habe ich erst einmal den Bereich zwischen dem Ufer und der ersten Insel abgeworfen. Zunächst kam keine Reaktion, doch mit einem Male ging es Schlag auf Schlag! Immer an der selben Stelle gab es, kaum war die Fliege unter Wasser, einen Biss! Das heisst: Fehlbiss(3), Fehlbiss(4), Fehlbiss(5), - Ich dachte schon ich kann es wirklich nicht - Fehlbiss(6) und Fehlbiss(7). Bei jedem Anschlag hob ich ins Leere, egal wann, wie stark - Auch als die Forellen schon Schnur genommen hatten!!! Mit einem Male buckelte eine Forelle ca 2 Meter links von mir! "Das muss sie sein", dachte ich mir und wollte dirket vor ihr Maul präsentieren - Dummerweise hatte ich gerade erst ausgeworfen, und so musste ich erst einmal 12 Meter Schnur einstrippen... Gesgt, getan wedele ich die letzten 3 Meter vor das Schilf zu meiner Linken und... RUMMS!!! Da war sie dran! "Jetzt heisst es: Ruhe bewahren", dachte ich. Mein Adrenalinspiegel war voll ausgelastet. Mit hoch erhobener Rute in der einen und der Schnur in der anderen Hand drillte es sich sehr gefühlvoll. Jeden Flossenschlag konnte ich mit der Hand direkt fühlen. Ein übewältigendes Gefühl. Es dauerte ziemlich lange, bis sich der Fisch müde gekämpft hatte und manchmal hatte ich bedenken, ob ich die Schnur zu straff hilet. Aber alles ging gut und die Forelle ließ sich keschern. "Petri", hieß es von meinem Nachbarn, den ich vorher gar nicht bemerkt hatte. "Dank", erwiederte ich. Dann wandte ich mich meinem Fisch zu und versorgte ihn. Die Fliege hat wunderbar in der Maulspalte gesessen und ließ sich gut lösen. Die Forelle war schön gezeichnet und hatte volllkommen intakte Flosssen - Es scheint unser Verein kauft nicht von den Zuchtanlegen wie die Forellenpuffs unserer Region. 35cm bei 450 Gramm - perfekt zum Räuchern!
Nach ein paar weiteren Versuchen gab ich mich dann endlich zufrieden, packte meine Sachen und fuhr Heim. Oh, und die Fliege habe ich zwischendurch dann auch wieder verloren - Wer weiss wie viele Würfe ich ohne gemacht habe:)
So, das wars erst einmal. Liebe Grüße und auf bald,
peta
Dieser Bericht stellt die Meinung des Verfassers dar, die nicht mit der des Vereins übereinstimmen muss.
Habt Ihr auch schöne Erfahrungsberichte oder Lust einen Reisebericht zu schreiben, dann sendet diese Inhalte bitte an
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.