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Meerforelle Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 05. Februar 2009 um 00:00 Uhr

Foto Meerforelle - Quelle: wikipedia - Public Domain

 

  • Synonyme, Populärnamen:

    • Breden, Möllitz, Ostseelachs, Silberlachs, Sülberlaß, Strandlachs, Trump, Weißforelle, engl.: seatrout
  • Allgemeine Beschreibung, Merkmale:

    • Die Meerforelle hat einen langgestreckten torpedoförmigen Körperbau, jedoch einen gedrungeneren Körperbau als der Lachs und hat einen kürzeren und dickeren Schwanzstiel. Meerforellen haben einen blau-grauen Rücken. Die Seiten sind heller und weisen schwarze Punkte auf. Der Bauch ist weißlich. Die Meerforelle. Beim Lachs sind die Punkte eher nur auf die Oberseite beschränkt, bei der Forelle sind sie auch unter der Seitelinie vorhanden. Die Schwanzflosse ist bei der Forelle fast gerade. Beim Lachs ist sie v-förmig eingekerbt.
  • Vorkommen, Lebensraum in Europa:

    • Nördliche küstennahe Gewässer von Süd-Grönland und dem Nordpolarmeer bis zur Atlantikküste Nord-Portugals, Ostsee, Schwarzes und kaspisches Meer.
  • Lebensweise, Verhalten:

    • Die Meerforelle orientiert sich an der Küstenlinie und geht hier meist in kleinen Trupps auf Nahrungssuche, die insbesondere aus Garnelen und kleinen Fischen besteht. Die jungen Meerforellen (Larven, Parr) leben in den Flüssen. Sie wandern erst als Smolts im Alter von 2-3 Jahren ins Meer ab.
  • Vermehrung, Paarungsverhalten:

    • Im Spätsommer wandern die nach 4-7 Jahren geschlechtsreifen Meerforellen in die Flüsse zum Laichen zurück. Sie unternehmen hierbei weite Wanderungen. In den Laichgebieten zwischen November und Januar. Das Weibchen laicht ca. 5.000-30.000 Eier in einer Größe von 5-5,5 mm ab, die in die Hohlräume des kiesigen Untergrundes geschwemmt werden. Die Männchen befruchten daraufhin die Eier, wobei sich so ein Weibchen mit mehrere Männchen paart. Einige Tiere sterben nach dem anstrengenden Laichgeschäft. Der Großteil wandert allerdings ins Meer zurück. In Abhängigkeit von der Wassertemperatur schlüpfen die Larven nach 400 Tagesgraden, also ca. 80-200 Tagen und leben zunächst ca. 40 Tage von ihrem Dottersack. Danach wird kleine Nahrung in Form von Insekten und anderen Klein-Organismen genommen. Als Smolt im Alter von 2-3 Jahren wandern sie schließlich ins Meer ab.
  • Besonderheiten, Rechtliches:

    • Rote Liste
    • Die Meerforelle ist nur eine Unterart der Forelle, die knapp 20 Unterarten zählt.
    • Bedrohung insbesondere durch Gewässerverbauung, die den Laichaufstieg verhindert.
    • Es besteht hohe Verwechslungsgefahr zwischen Bachforellen, Meerforellen und Lachsen. Daher sollte man sich die Unterscheidungsmerkmale genau einprägen. Es gibt immer wieder mal 70cm-"Saiblingsfänge" in unser Leine. Das muss nicht sein.
    • Für Meerforellen gibt es eine ganze Reihe Begriffe, die sich auf bestimmte Lebensstadien beziehen. Damit man nicht nur Bahnhof versteht, wenn man auf Meerforellen-Angler trifft, gibts hier das Wörterbuch:
      • Absteiger: Abgelaichte Meerforelle, die ins Meerwasser zurückkehren (absteigen)
      • Aufsteiger: Meerforellen, die zum Laichen aus dem Meer in die Flüsse wandern (aufsteigen)
      • Grönländer: Eine Meerforelle von 25-40 cm Größe bzw. eine Meerforelle, die noch nicht abgelaicht hat und das erste Mal zum Laichen aufsteigen wird.
      • Smolt: Eine Meerforelle von 15-30 cm Größe und 2-3 Jahre alt
      • Parr: Eine Meerforelle von 3-15 cm Größe und 6 Montage bis 2 Jahre alt
      • Blanke Meerforelle: Dies sind Meerforellen, die ein silberfarbenes Schuppenkleid tragen und deren Schuppen sehr lose sitzen, sie fallen teilweise schon während des Drills ab. Sobald man etwas "Kraft" beim Entfernen der Schuppen benötigt, gilt die Forelle als gefärbt
      • Gefärbte Meerforelle: Dies sind Meerforellen, deren Schuppen nicht lose sind und sich auf dem Weg vom oder zum Laichen befinden. Absteiger und Aufsteiger sind also gleichzeitig gefärbte Fische.
      • Braune Meerforelle: Das gleiche wie gefärbte Meerforelle
      • Überspringer: Geschlechtsreife Fische, die eine Laichperiode auslassen (überspringen) und nicht zum Laichen aufsteigen
  • Wasser:

    • Süßwasser, Brackwasser, Salzwasser (Wanderfisch)

 

 
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