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Dieser Beitrag hat am Autorenwettbewerb in der Kategorie Fliegenfischen teilgenommen und den x. Platz erreicht.
Im Jahre 1984, zu dieser Zeit war ich Jugendleiter des FV Hannover e.V. und betreute ca. 480 Jugendliche. In der wenigen Freizeit, denn die Jugendleitung war wie heute ein --full time- Job, saß ich an der Beekeseite und fischte mit der Matchrute im kleinen Ricklinger Teich. Es war so kurz nach der Laichzeit der Weißfische. Die Rotaugen und auch Brassen bissen recht gut.
Da kam der damalige Jugendliche, Uwe Wichmann, er war damals so um die 14 Jahre alt und erzählte ganz aufgeregt, dass er in der Beeke eine große Forelle gesehen hätte. Ich legte meine Matchrute aus der Hand um der Sache nachzugehen. Wir schlichen uns ganz langsam und leise an den Rand der Beeke.
Was sahen meine Augen: Am Ufer der Beeke hatte sich ein großer Ast, vermutlich nach dem letzten Hochwasser, verfangen. Vor diesem Ast, der so an die zwei Meter lang und armdick war, bildete sich ein Strudel. Kleine Mücken oder Fliegen die dem Strudel zu nahe kamen, wurden von einer Riesenforelle inhaliert. Ich bat Uwe um einen geräusch-losen Rückzug.
Bei meinem Angelplatz angekommen, wir waren noch beide ganz aufgeregt, fragte ich Uwe ob er wohl mit seinem Fahrrad zum Parkplatz fährt um aus meinem Auto die Fliegenschachtel zu holen. Meine Fliegenschachtel habe ich eigentlich immer dabei. Uwe radelte los.
In der Zwischenzeit baute ich von der Matchrute die Pose samt Blei und Haken ab. Als Uwe mit der Fliegenbox zurückkam, entschied ich mich für die Weiße Motte (White Moth). Meine Schnurstärke war 12er, der Haken der Weißen Motte ein 18er. Damit ich damit überhaupt angeln konnte, klemmte ich über die Fliege ein kleines Bleischrot.
Wie die Indianer schlichen wir uns erneut an die Beeke. Vorsichtig wollte ich die Fliege auf das Wasser setzen, aber kurz bevor die Fliege das Wasser berührte, kam die Forelle aus der Tiefe und schnappte sich die Motte. Beim Wegtauchen schlug sie sich bereits an. Nun begann ein spannender Drill. Ich rief nach Emil Hirnschal, der am frühen Abend noch da war und mitbekommen hatte, dass sich auf der Beekeseite etwas tat. Emil spurtete, mit seinen damals schon über 70 Jahren los, wie Emil Zatopek.
An meinem Angelplatz angekommen, schnappte er sich meinen „Wettkampf“ Unterfangkescher und schimpfte über den viel zu kleinen Kescherkopf. Mittlerweile hatte sich die Forelle ca. 20m flussabwärts gekämpft und ich konnte wegen der Büsche und Bäume nicht folgen. Dann kam eine Kurve, ich rief Emil zu, dass nach der Kurve mit dem Verlust des Fisches zu rechnen ist. Emil langte mit dem Kescher ins Wasser und hatte die Forelle im Netz.
Was für eine Freude. Die Regenbogenforelle hatte bei 56cm ca. 3kg. Sie war wunder-schön gezeichnet und war auch gut im Futter. Nachdem die Forelle versorgt war, brach Emil aus seiner Eiche, er hatte sie nach dem 2. Weltkrieg selbst gepflanzt, einen Zweig und schob ihn der Forelle ins Maul. Leider gab es zu dieser Zeit noch kein Fotohandy oder Digitalkamera somit gibt es über dieses Erlebnis keine Bilder. Aber dieses Erlebnis lebt in meine Kopf als: „Das Monster aus der Beeke“.
Dieser Beitrag stellt die Meinung des Teilnehmers am Autorenwettbewerb dar und muss nicht der Meinung des Vereins und seiner Vertreter entsprechen.
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