Home Wettbewerbsbeiträge Reisebericht Mecklenburg Vorpommern
Reisebericht Mecklenburg Vorpommern Drucken E-Mail
Geschrieben von: Robin Eglien   
Freitag, den 14. August 2009 um 00:00 Uhr

Dieser Beitrag hat am Autorenwettbewerb in der Kategorie Allgemeines Fischen teilgenommen und den x. Platz erreicht.


Da ich in meinem leben noch nie einen Hecht gefangen habe sollte es vom 05.06.-08.06.2009 an die Mecklenburgische Seenplatte gehen. Wir (3 Pärchen im alter zwischen 21 und 25) haben ein wenig übergewicht und haben nach Weihnachten letzten Jahres beschlossen 1 mal wöchentlich ein dicken treffen zu veranstalten. Die Regeln waren ganz einfach jeden Sonntag war treffen und jeder zahlt 5 Euro. Wenn jemand das Gewicht der Vorwoche überschritten hatte musste er noch 5 Euro strafe zahlen. So hatten wir am ende satte 850 Euro in der Kasse. Dieses wurde dann für Unterkunft, Benzin und Angeln verwendet. Die Reise startete am Freitag morgen um 8 Uhr. Eigentlich wollten wir schon früher los aber wir haben uns von unserem Angelladen noch einen Fischfinder geliehen. Wir wollten halt auf nummer sicher gehen. Gegen 13 Uhr kamen wir dann in der Stadt Malchow an und tranken erst mal ein Lüpzer Pils. Leider mussten wir feststellen das es wirklich stimmt das es im Osten nur halbe Liter gibt. Grauenvoll. Um 15 Uhr haben wir unser Ferienhaus am Plauer See bezogen. Die Frauen haben natürlich erst mal die Betten gemacht und die drei Männer mussten natürlich erst mal sehen wo man abends seine Ruten zu Wasser lassen kann. Es hat auch echt nicht lange gedauert da hatten wir schon einen schönen Platz  gefunden. 

Natürlich sind wir gleich wieder hoch zu den Frauen um ihnen zu helfen. Aber natürlich auch um schneller ans Wasser zu kommen. Der Plan war abends am Wasser zu Grillen und nebenbei zu angeln. Leider hat das Wetter erst nicht richtig mitspielen wollen aber um so später es wurde um so besser wurde es.
Als wir dann endlich alles ans Wasser gekarrt hatten. Konnten wir die Ruten zu Wasser lassen.

Eine ganze Weile haben wir uns erst mal bei guter Laune gehalten bis der Hunger dann doch siegte und wir den Grill entzündeten.

Wie man sieht hatte das Wetter es sich auch noch mal anderst überlegt und spielte jetzt mit. Wir haben alle unsere Ruten mit Wurm auf Grund gelegt da die einheimischen uns sagten das man sehr gut aal fangen könne.
Aber irgendwie wollte nicht wirklich was anbeißen. Wir waren aber trotzdem bei guter Laune schließlich hatten wir ja für den nächsten Tag eine geführte Angeltour auf Hecht am Kölpingsee gebucht. Eigentlich konnte meinem ersten Hecht im Leben ja nichts im Wege stehen. Um ca. 02.00 Uhr schleppten wir unsere Angel Utensilien wieder ins Haus und gingen schlafen. Pünktlich um 05.30 Uhr klingelte der Wecker. Da noch 2 Freunde aus Hannover gekommen waren um diese Hechttour mit zu erleben. Pünktlich um 06.30 Uhr kamen wir auch an unserem Kutter an.
Wir hatten an alles gedacht sogar an eine Flasche Heidegeist für den Kapitän. Damit er uns auch wirklich zum Fisch bringt. Ich vergaß noch zu erwähnen wir haben sogar Leihruten vom Kapitän genommen damit auch wirklich nichts mehr passieren konnte. Gesagt getan wir stiegen auf unseren Luxusliner.

Und fuhren ca. 20 min. durch schöne Kanäle.

Von Minute zu Minute merkte man das alle immer nervöser wurden. Man konnte den Fisch ja auch schon fast sehen. Als wir dann durch den letzten Kanal durch waren sahen wir den Kölpingsee.

Man muss sagen das dies ein echt schöner Anblick war aber in diesem Moment war es egal denn der erste Hecht wartete ja schon. Wir warteten ungeduldig darauf das der Kapitän endlich sagte das es losgehen kann. Stattdessen erzählte er uns das bei jeder Fahrt so ca. 18 Hechte gefangen werden und auch gute 90 immer dabei sind. Ich dachte nur wenn auch nur die hälfte davon stimmt wird es ein richtig guter Tag. Dann war es soweit es konnte los gehen.
Auf  2m Tiefe sah man jede Menge Kraut und genau da mussten sie stehen. Erwartungsvoll schmiss ich einen Wobbler und führte ihn übers Kraut. Aber es tat sich nichts. Es war schon immer so beim angeln, man braucht geduld. Nach geschätzten 100 würfen dachte ich mir aber irgendwie das dass nicht alles sein kann. Ich schaute mal die anderen 5 auf dem Boot an aber auch deren Gesichter wurden immer länger. Der Kapitän entschloss sich dann an eine andere Stelle des Sees zu fahren. Denn laut seiner Aussage wären die Chancen da viel Besser. Ich fragte mich nur warum er nicht gleich dort hin gefahren ist. Egal neu Runde neues Glück.
Tatsächlich nach ca. 20 Würfen tat sich was an Florians Angel. Super die richtige Stelle gefunden. Aber Falsch gedacht ein kleiner 45 Hecht war zwar dran aber da das Mindestmaß bei 50 liegt durfte er weiter schwimmen. Das war übrigens das Heileit des Tages ansonsten haben wir ein bischen Gummifisch danach Wobbler und nicht zu vergessen Blinker geschmissen und nichts. Um 13 Uhr sahen wir den Hafen und der Kapitän sagte uns noch bevor wir das Boot verließen das er gar nicht verstehen kann warum in den letzten 2 Wochen nichts mehr gefangen wird. Da wurde unsere Laune noch besser und wir bezahlten das Boot inklusive Leihangeln und fuhren nach Waren denn da hatten wir uns von 14 – 19 Uhr ein Boot gemietet. Als wir dort ankamen waren wir doch relativ überrascht was für Boote es mit 5 ps gibt.


Das war völlig Ok. Es sollte diesmal Richtung Müritz gehen denn von dem Kölpingsee hatten wir die Schnauze gestrichen voll. Mit dem 5 PS Kahn fuhren wir 30 min. In der Zwischenzeit befestigten wir den Fischfinder. Auf der Müritz angekommen ging es im Schneckentempo am Rand entlang uns siehe da der Fischfinder zeigte jede Menge Fisch an. Dann probierten wir alles. Wurm, Made, Mais, Teig und auch mal wieder Wobbler und Co. Ich traue mich das eigentlich nicht zu schreiben aber wieder nichts. Nach einer Stunde hatten dann wirklich alle die Schnauze voll und die ersten legten sich in die Kajüte um zu schlafen. Nachdem die ersten wieder wach waren legten sich die nächsten hin. Um 17 Uhr beschlossen wir den Quatsch abzubrechen und fuhren den Hafen Waren wieder an. Mittlerweile merkte ich auch das ich mir mein Gesicht völlig verbrannt hatte.

Aber wenigstens konnte ich sagen das ich mir einen Sonnenbrand eingefangen habe. Die anderen hatten nichts gefangen.
Nachdem wir das Boot und den völlig unnötig verfahrenen Sprit bezahlt hatten ging es zurück ins Ferienhaus. Die Frauen warteten dort schon völlig sehnsüchtig auf uns. Nachdem wir aber aus dem Auto ausstiegen sahen sie unsere Gesichter. Sie wussten wir müssen noch schnell Los Würstchen kaufen. Richtig denn Fisch gab es ja nicht. Dadurch das wir den Tag vorher schon gegrillt hatten wussten wir ja jetzt auch wie es geht.
Eigentlich sollte es das mit angeln gewesen sein und der Abend sollte auf dem Balkon mit den Frauen  zusammen ausklingen. Aber Plötzlich machte meine Freundin aus Mitleid den Vorschlag das wir ja doch noch unten am Wasser grillen könnten. Das war eine sehr gute Idee denn wir hatten einen letzten Versuch. Obwohl auch wir eigentlich keinen Bock mehr hatten packte uns der Ehrgeiz und schleppten alles wieder runter. Bauten auf und warfen den Grill wieder an.

Das Wetter hielt sich auch ganz gut sodass einem schönen Abend nichts im Wege stehen sollte. Nur mit dem Fisch das sollte nicht wirklich klappen. Nachdem die Sonne so langsam unterging.

Fingen auf einmal die Aal Glocken an wie wild zu klingeln. Auf einmal sah man in unseren Gesichtern wieder so etwas wie Freude am Angeln. Trotzdem konnten wir nichts landen und wir sind fast wahnsinnig geworden. Deshalb schmissen vor Nervosität alle 5 Minuten die Ruten erneut aus.

Dann ganz Plötzlich war es soweit. Meine Rute war wie seit 1 Stunde regelmäßig am klingeln da dachte ich mir Hau doch einfach vorsichtig an. Was hast du schon zu verlieren?
Da geschah es dann. Beim einholen merkte ich da ist was dran. Ich war mir aber sicher das dass kein Aal sein konnte. Denn jeder Schnürsenkel am Kanal macht mehr Alarm beim Drill.
Dann sah ich ihn.

Eine 1,5 KG schwere Brasse. Letzten Endes dachte ich besser als nichts und war zu ärger der anderen beiden stolz wie nachbars Lumpi.

Denn die beiden sind als Schneider wieder nach Hause gefahren.
Den Sonntag sind wir dann ins Müritzseum gefahren wo ich wenigstens noch mal einen Hecht hinter einer Scheibe sehen konnte. So müssen wir weiter hoffen das wir mal einen Hecht aus den Kiesteichen ziehen können. Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Irgendwann wird es schon klappen.


Dieser Beitrag stellt die Meinung des Teilnehmers am Autorenwettbewerb dar und muss nicht der Meinung des Vereins und seiner Vertreter entsprechen.

 

 
Copyright © 2012 Fischereiverein Hannover e.V.. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.