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Dieser Beitrag hat am Autorenwettbewerb in der Kategorie Fliegenfischen teilgenommen und den x. Platz erreicht.
Ruckartig schlagen die Augen auf und sofort ist klar: „Viel zu kurz war die Nacht!“ Ein Blick zum Wecker bestätigt es: 4:26 Uhr! Komisch, mal wieder kommt das Erwachen kurz vor dem Alarm. Ich nenne es meine ,innere Angleruhr´. Eigentlich ist es gut, dass meine Freundin durch meine Angleruhr nicht wach wird, wenn sie doch nur immer funktionieren würde! - Die Uhr meine ich. - Ein Blick auf die andere Bettseite bringt mich kurz ins Grübeln, ob ich mich nicht einfach wieder ankuschele und ausschlafe; und dann mit meiner Freundin ein richtig schönes Samstagmorgen-Frühstück im Bett genießen... „Ach was!“, denk ich mir. „Dazu habe ich nicht bis in die Puppen Tauwürmer gesammelt und meine Angeltaschen gepackt!“ Und überhaupt fiebere ich doch schon seit Tagen auf die Angeltour am Samstag hin. Endlich mal so richtig Zeit zum Angeln. Es ist für mich eine Art inneres Bedürfnis. Oft nenne ich es meinen ,Ausgleich zum Alltag´. Weg von Stress und Arbeit. Einfach mal den Kopf frei machen. Und erst das Erlebnis, bei Sonnenaufgang am Teich zu sitzen - einfach perfekt!
Also auf mit den Augenluken: 4:27 Uhr. Ja, jetzt ist es soweit. Vorsichtig steige ich aus dem Bett. „Bloß meine Freundin nicht wecken!“, denk ich mir. „Wenn ich schon nicht da bin, soll sie wenigstens mal ausschlafen.“ Der erste Weg, wie immer, führt am Wasserkocher vorbei: - KLACK - Dann den praktischen Kaffeedrücker vorbereiten und ab zur Katzenwäsche. Auf dem Rückweg springe ich in die vorbereitete Anglerkluft. „Quark, die Jacke brauch ich doch erst beim Losfahren.“ Der Rechner ist noch an, also werden gleich nochmal Staumeldungen und die Wetterlage für den Tag gecheckt (auf www.wetteronline.de). Sieht gut aus. Leichte Bewölkung, ca. 16°, kaum Regenwahrscheinlichkeit - gutes Angelwetter! Nicht zu warm, nicht zu kalt, kein Sonnenstich. Also bleibt der Thermoanzug und die Sonnenmilch zu Haus. Regenjacke kommt besser mit. Ein Blick nach draußen - natürlich dunkel - Also noch an die Kopflampe denken. Soo, Kaffee ist fertig! Erst einmal wird die Thermokanne befüllt, dann wieder etwas davon in die Tasse - es braucht ja platz für Milch. Während des Morgenkaffees kümmere ich mich auch um die Verpflegung: Brote schmieren - besser zu viel als zu wenig - 2, nein 3 Äpfel, oh und dann brauch ich noch die Schneider-Schoki! Weiße Crisp oder doch lieber Haselnuss-Vollmilch? - Ach egal, beide.
 Der Angler-Kofferraum-Wäschekorb steht schon an der Tür im Flur bereit. Allgemeines Utensil ist auch schon drin. Nun auch Thermokanne (mit Becher!) und Futterbeutel. Ein leises Ade ins Schlafzimmer und dann ab in die Garage. Wäschekorb ins Auto (das Raumwunder Ford KA), Rutentasche, Zubehör und Eimer sowie 2 Stühle (der Kumpel braucht doch auch was) stehen schon griffbereit. Also alles rein und,... Da ist es wieder. Dieses komische Gefühl als hätte man nicht an alles gedacht, aber es fällt einem nicht ein, was es sein könnte. War da nicht noch was? Ein sinnierender Blick aus dem Fenster lässt mich an die Kopflampe denken. Also noch einmal in den Keller und die Lampe gegriffen. Auf dem Weg zum Auto fällt mir ein, wie ich einmal mit dem Fahrrad vollbepackt zum Feedern gefahren bin, und als ich endlich ankam, stellte ich fest, dass ich die Maden vergessen hatte. „Das ist es!“, dachte ich mir. Die Köder liegen noch im Kühlschrank! Also noch einmal in die Wohnung, eilig zur Küche geschlichen, frisch gesammelte Tauwürmer, Maden, die guten Mistwürmer von Muttas Kompost! - Das wird ein Schmaus für die Fischis! So, die Autotür schlägt zu. 4:57 Uhr. Eigentlich liege ich ganz gut in der Zeit, bis halb 6 werd ich´s zum Treffpunkt schaffen. Hoffentlich ist er dann auch da...
Dieser Beitrag stellt die Meinung des Teilnehmers am Autorenwettbewerb dar und muss nicht der Meinung des Vereins und seiner Vertreter entsprechen.
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